Fragen Sie sich, was ein Cobot ist und wie er Ihre Produktion revolutionieren kann? Es ist ein Kollaborationsroboter, der die Präzision eines Standard-Industrieroboters mit der engen Zusammenarbeit mit dem Menschen verbindet und so zum Schlüssel für moderne Automatisierung wird. Er kann Seite an Seite mit dem Menschen arbeiten, ohne Schutzzäune, indem er repetitive Aufgaben ausführt und die Produktion unterstützt.
Was ist ein Cobot?
Cobot ist die Abkürzung für „collaborative robot“, also kollaborierender Roboter. Im Gegensatz zu traditionellen Industrierobotern, die oft dedizierte Sicherheitszonen erfordern und keine Interaktion mit Menschen ermöglichen, sind Cobots für den sicheren Betrieb neben Mitarbeitern konzipiert. Ihr Hauptmerkmal ist die Fähigkeit, mit Menschen in derselben Arbeitsumgebung zusammenzuarbeiten. Dies ermöglicht die Kombination der Stärke und Präzision der Maschine mit der Flexibilität und Entscheidungsfähigkeit des Menschen. Ein Cobot (collaborative robot) ist ein Industrieroboter, der für die sichere Zusammenarbeit mit Menschen im selben Arbeitsbereich konzipiert ist, ohne dass Schutzbarrieren erforderlich sind.
Cobots zeichnen sich vor allem durch fortschrittliche Sicherheitssensoren aus. Diese Sensoren ermöglichen es der Maschine, die Anwesenheit eines Menschen zu erkennen und sofort zu reagieren, beispielsweise durch Verlangsamen oder Anhalten der Bewegung, um Kollisionen zu vermeiden. Cobots sind in der Regel kleiner, leichter und einfacher schnell neu zu programmieren als ihre größeren Gegenstücke. Diese Flexibilität erleichtert die Integration in bestehende Produktionslinien und ermöglicht die Anpassung an verschiedene Aufgaben. Die Programmierung von kollaborierenden Robotern ist zudem oft intuitiv, was die Implementierungszeit verkürzt. Wie Sie sehen, bieten Cobots viele Vorteile und können effektiv in der Produktionsautomatisierung eingesetzt werden.
Cobots zeichnen sich durch ihre leichte Bauweise, ihre abgerundete Form und ihre hochentwickelten Kraft-, Drehmoment- und Kollisionssensoren aus, die ein sofortiges Anhalten im Falle eines Kontakts mit einem Menschen ermöglichen.
Sie sind einfach zu programmieren und erfordern keine Trennung vom Bediener, im Gegensatz zu herkömmlichen Industrierobotern, die aufgrund ihrer hohen Kraft und Geschwindigkeit hinter Barrieren arbeiten.
Wozu dient ein Cobot? Anwendungsbeispiele in Industrie und Logistik
Cobots finden breite Anwendung in vielen Industriesektoren und in der Logistik, wo sie Prozesse erheblich verbessern können. Ihre Vielseitigkeit ermöglicht die Ausführung von Aufgaben, die sowohl Präzision als auch Wiederholbarkeit erfordern und gleichzeitig monoton oder belastend für den Menschen sein können. Dank ihrer Bauweise und Möglichkeiten werden Cobots zu einem unschätzbaren Werkzeug, das die menschliche Arbeit unterstützt.
Cobots bei der Bedienung von CNC-Maschinen
Bei CNC-Maschinen bewähren sich Cobots hervorragend bei der Automatisierung der Prozesse des Be- und Entladens von Werkstücken. Dies ermöglicht eine Erhöhung der Maschinenlaufzeit, da der Roboter unterbrechungsfrei neue Werkstücke zur Bearbeitung liefern kann. Der Bediener kann sich auf die Prozessüberwachung und anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren. Wichtig ist, dass der Cobot für den Mitarbeiter sicher ist, selbst bei der Arbeit in unmittelbarer Nähe des Bearbeitungsbereichs, wodurch die Notwendigkeit von Schutzumzäunungen entfällt.
Cobots und die Kunststoffindustrie
In der Kunststoffverarbeitung werden Cobots eingesetzt, um fertige Teile aus Spritzgussmaschinen zu entnehmen. Sie können anschließend zusätzliche Operationen wie Bearbeitung oder Verpackung ausführen. Sie erhöhen die Effizienz von Produktionslinien, indem sie repetitive Aufgaben übernehmen. Der Einsatz von Cobots in dieser Branche steigert erheblich die Produktionseffizienz von Kunststoffprodukten.
Ist ein Cobot ein Roboter? Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Die Antwort auf die Frage, ob ein Cobot ein Roboter ist, lautet: ja, ein Cobot ist eine spezifische Art von Roboter. Er sollte als Unterkategorie von Robotern betrachtet werden, die mit einer anderen Funktionsphilosophie konzipiert wurde. Die grundlegende Gemeinsamkeit ist ihre Fähigkeit, Aufgaben zu automatisieren und wiederkehrende Tätigkeiten auszuführen. Der entscheidende Unterschied ist jedoch die Sicherheit und die Möglichkeit einer engen Mensch-Roboter-Interaktion, was den Cobot von traditionellen Industrierobotern unterscheidet.
Hier eine Zusammenfassung der Unterschiede zwischen einem Cobot und einem Industrieroboter:
| Aspekt | Cobot | Industrieroboter |
|---|---|---|
| Sicherheit | Kollisionssensoren, Kraftbegrenzer; keine Barrieren | Erfordert Käfige und Trennung |
| Konstruktion | Leicht, flexibel, oft 6-achsig | Massiv, schnell, stark |
| Programmierung | Einfach, intuitiv | Komplex, spezialisiert |
| Arbeitsbereich | Geteilt mit dem Menschen | Isolierte |
Cobots sind Industrieroboter, die ISO-Normen (z.B. ISO 8373:2012) erfüllen, aber über Kollaborationsmodi verfügen: Sie halten bei Kontakt an, verlangsamen bei Annäherung oder begrenzen die Geschwindigkeit in ausgewählten Zonen. Es gibt keinen „reinen“ Cobot – es ist immer ein System, das mit Werkzeugen, Sensoren und Software zusammenarbeitet und eine sichere Interaktion ermöglicht. Die ISO-Norm betont, dass ein Cobot nur in einem teilweise geteilten Raum arbeitet, mit automatischem Wiederanlauf, nachdem sich der Mensch zurückgezogen hat.
Die Rolle von Cobots in der Evolution des Arbeitsmarktes
Der zunehmende Einsatz von Cobots kündigt eine Transformation des Arbeitsmarktes in der Industrie an. Anstatt Mitarbeiter zu ersetzen, ändern Cobots oft den Charakter ihrer Arbeit, indem sie Aufgaben übernehmen, die körperliche Anstrengung und Monotonie erfordern. Mitarbeiter können sich auf komplexere Tätigkeiten konzentrieren, wie Prozessüberwachung, Programmierung oder Qualitätskontrolle. Dies ebnet den Weg zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Entwicklung von Kompetenzen im Zusammenhang mit der Bedienung und Integration fortschrittlicher Robotersysteme.
- Cobots werden in vielen Branchen eingesetzt, wie der Automobilindustrie, der Elektronik, der Lebensmittelindustrie oder der Pharmaindustrie.
- Dank ihrer Flexibilität und Präzision können sie Aufgaben von Montage über Verpackung bis hin zur Palettierung ausführen.
- Cobots werden so konzipiert, dass sie neben Menschen arbeiten können, ohne dass zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen oder Schutzkäfige erforderlich sind, was die Produktionseffizienz erhöht.
- Viele Cobots bieten intuitive Benutzeroberflächen, die eine schnelle und einfache Programmierung ermöglichen, selbst ohne fortgeschrittene Robotikkenntnisse.
- Moderne Cobots sind mit fortschrittlichen Sicherheitssystemen ausgestattet, wie zum Beispiel Kraft- und Drehmomentsensoren, die ein sofortiges Anhalten des Roboters im Falle eines Kontakts mit einem Menschen ermöglichen, wodurch das Verletzungsrisiko minimiert wird.
Die Zukunft der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine basiert auf Synergie, wobei Cobots ein Werkzeug sind, das menschliche Fähigkeiten unterstützt. Dies erfordert von den Mitarbeitern Flexibilität und die Bereitschaft, sich an ein sich dynamisch veränderndes Produktionsumfeld anzupassen. Genau in dieser Synergie liegt das Potenzial für die weitere Entwicklung von Industrie und Logistik.
Die größten Hersteller von Cobots
Die Wahl des richtigen Geräts hängt von der Produktionsspezifik ab, der Markt wird jedoch von einigen Schlüsselmarken dominiert, die Standards für Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit setzen. Bei der Auswahl von kollaborativen Robotern sollte man auf das Angebot der Marktführer achten:
- Universal Robots (UR): Dänischer Pionier und globaler Marktführer, der als erster Cobots auf den Markt brachte. Ihre Modelle der UR-Serie (z.B. der neueste UR20 mit AI Accelerator) werden für das riesige Ökosystem an UR+-Zubehör und die äußerst einfache [Roboterprogrammierung] geschätzt.
- FANUC: Japanischer Gigant, bekannt für Zuverlässigkeit. Ihre CRX-Serie (charakteristische weiße Arme) kombiniert industrielle Robustheit mit empfindlichen Sicherheitssensoren, was sie ideal für den Einsatz unter schwierigeren Produktionsbedingungen macht.
- ABB: Schweizer Hersteller, der innovative Lösungen wie den zweiarmigen Cobot YuMi oder die GoFa-Serie anbietet. ABB setzt auf eine tiefe Integration mit künstlicher Intelligenz und Bildverarbeitungssystemen.
- KUKA: Deutsche Präzision, die in Modellen wie dem LBR iisy zum Ausdruck kommt. Das Unternehmen konzentriert sich auf hohe Sensibilität und fortschrittliche Zusammenarbeit in Branchen, die Fingerspitzengefühl erfordern, z.B. in der Elektronik oder in Laboren.
- Yaskawa: Hersteller der Motoman HC-Serie, die sich durch eine hohe Staub- und Wasserbeständigkeit (Schutzart IP67) auszeichnet, was den Betrieb der Cobots in Umgebungen ermöglicht, in denen andere Maschinen versagen könnten.
Wissenswertes über Cobots
- Der Begriff Cobot ist eine Kombination aus den englischen Wörtern „collaborative“ (kooperativ) und „robot“. Das erste kommerzielle Modell führte die dänische Firma Universal Robots ein, die der größte Akteur auf diesem Markt ist.
- Die Idee des Cobots entstand 1996, und frühe Modelle präsentierte u.a. die Firma KUKA.
- In der Automobilindustrie, zum Beispiel bei General Motors, unterstützen Cobots Mitarbeiter bei wiederkehrenden Aufgaben, ohne sie vollständig zu ersetzen.
- Alternative Namen sind Koroboter, Assistenzroboter oder Kobots.




