Verlagerung und Modernisierung von Montagelinien – Mercedes Arnstadt

Das Projekt umfasste die Verlagerung, konstruktive Modifikationen sowie das erneute Inbetriebnehmen (Recommissioning) der Maschinen auf der Motorblock-Produktionslinie.

Kunde

MDC Power GmbH (Mercedes-Benz) – Arnstadt, Deutschland

Umfang der Zusammenarbeit

Recommissioning SPS-Programmierung • Robotik • Modifikation von Transportsystemen • Integration übergeordneter Systeme

Realisierungszeitraum

2025

Projektsprache

Polnisch, Deutsch, Englisch

Über das Projekt

Hauptziel des Projekts war die Verlagerung und Modernisierung von drei Schlüsselmaschinen. Zur Optimierung der Produktionsfläche wurden die Maschinen umfassend konstruktiv modifiziert: Ihre Abmessungen wurden reduziert, die innerbetrieblichen Transportsysteme neu gestaltet und der Komponentenentnahmeprozess vereinfacht (Entfall des Roboters für die Handhabung der Pleuelbrücken-Blister).
Unser Team war für die SPS-Programmierung und die technologische Umsetzung des Recommissionings in der neuen Maschinenkonfiguration verantwortlich.

Arbeitsumfang

Ein Team von zwei SPS-Programmierern war für den gesamten Recommissioning-Prozess verantwortlich, einschließlich:
– Anpassung der SPS-Software an die modifizierte Maschinenkonstruktion
– Synchronisation der Arbeit von 4 KUKA-Robotern mit den neuen Maschinenzyklen
– Konfiguration des erweiterten Antriebssystems (50 Achsen)
– Inbetriebnahme und Parametrierung der Press-, Schraub- und Dichtheitsprüfsysteme
– Endintegration der Maschinen in das übergeordnete PRISMA-System

Schlüsselelemente des Leistungsumfangs

1) Recommissioning und SPS-Programmierung

– Anpassung der Logik: Neuprogrammierung der Siemens S7-300-Steuerungen für die neue, kompakte Maschinenkonstruktion
– Transportmodifikation: Neugestaltung der Detailfluss-Logik nach der physischen Reduzierung der Maschinenabmessungen
– Prozessoptimierung: Entfernung von Programmroutinen für den Roboter zur Handhabung der Pleuelbrücken-Blister (Vereinfachung des Prozesses)

2) Robotik und Antriebssteuerung

– Wiederinbetriebnahme und Optimierung der Wege von 4 Robotern nach konstruktiven Änderungen der Linie
– Konfiguration und Synchronisation des erweiterten Antriebssystems mit ca. 50 Achsen (SINAMICS S120)
– Synchronisation von 14 Teilezuführungen mit dem Maschinenzyklus

3) Fortgeschrittene Montagetechnologien

– Integration der KISTLER-Systeme (Einpressprozesse) und CLECO-Systeme (Verschraubung)
– Kennzeichnung und Identifikation: Bedienung von BORRIES-Graviermaschinen, Siemens DMC-Scannern sowie Zebra-Etikettendruckern
– Hydraulik: Steuerung von 2 Hydraulikaggregaten für den Nietsprengprozess

4) Qualitäts- und Dichtheitsprüfung

– Inbetriebnahme der Block-Dichtheitsprüfstation auf Basis des Bayer DLP-Systems
– Integration des NeuroCheck-Systems zur finalen Überprüfung der Motorblock-Qualität
– Bedienung von 2 Messstationen zur Kontrolle der Toleranzen der Pleuelbrücken

5) IT-Integration (übergeordnete Systeme)

– Endgültige Anbindung der Maschinen an das übergeordnete Mercedes-Benz-System PRISMA zur Produktionsdatenerfassung und Traceability

Herausforderungen des Projekts

Die größte Herausforderung bestand in der Anpassung der bestehenden SPS-Software an die veränderte Maschinenmechanik. Die Entfernung eines Roboters und die Änderung des Transportsystems erforderten tiefgehende Eingriffe in die Steuerungslogik, wobei die Mercedes-Benz-Arbeitsstandards weiterhin eingehalten werden mussten. Zusätzlich galt es, die Koordination der Hydraulikaggregate mit hochpräzisen Einpressprozessen sicherzustellen.

Haupt­herausforderungen

Anpassung der Steuerung an die reduzierten Maschinenabmessungen nach der mechanischen Modifikation
Verwaltung einer großen Anzahl von Antriebsachsen (50) in einem verteilten System
Sicherstellung der Prozessstabilität der Hydraulik beim Nietsprengprozess
Kurze Zeitspanne für das Recommissioning nach der physischen Maschinenverlagerung

Technologien und im Projekt eingesetzte Lösungen

SPS-SteuerungSiemens SIMATIC S7-300
RobotikKUKA – 4 Einheiten
AntriebeSINAMICS S120 (ca. 50 Achsen)
EinpressenKISTLER-Einpresssysteme
VerschraubungCLECO-Verschraubungssysteme
Vision & IdentifikationNeuroCheck, Siemens DMC-Scanner
DichtheitsprüfungBayer DLP
GravurBORRIES
Übergeordnetes SystemPRISMA

Ergebnisse und Nutzen für den Kunden

Wichtigste Ergebnisse

Erfolgreiches Recommissioning der modifizierten Maschinen am neuen Standort
Optimierung der Produktionsflächen durch Reduzierung der Maschinenabmessungen
Reibungsloser Datenaustausch mit dem PRISMA-System, der die kontinuierliche Produktionsberichterstattung gewährleistet
Aufrechterhaltung einer hohen Effizienz der Montage- und Dichtheitsprüfprozesse der Motorblöcke

Mehrwert für das MDC Power (Mercedes):

Die Eliminierung überflüssiger Roboteroperationen vereinfachte die Maschinenbedienung und reduzierte das Ausfallrisiko
Dank der Erfahrung des Teams mit den Mercedes-Standards waren die Maschinen nach minimaler Zeit nach physischer Aufstellung sofort produktionsbereit
Durch den Einsatz der KISTLER- und NeuroCheck-Systeme werden alle Einpress- und Sichtprüfoperationen in Echtzeit überwacht
Die Integration mit dem PRISMA-System gewährleistete sofortige Transparenz der Produktion innerhalb des globalen Berichtswesens des Herstellers

Warum entscheiden sich Kunden bei Commissioning-Projekten für uns?

– Erfahrung in Modifikationen (Retrofit/Relocation): Wir sind in der Lage, SPS-Programme anderer Anbieter effizient anzupassen und auf neue Anforderungen zuzuschneiden.
– Kompetenz in Messtechnik: Fortgeschrittene Bedienung von KISTLER-Systemen und Dichtheitsprüfungen.
– Kenntnis der Mercedes-Benz-Spezifika: Erfahrung mit dem PRISMA-System und den Kommunikationsstandards des Konzerns.
– Effizienz in kleinen Teams: Die hohe Leistungsfähigkeit von zwei dedizierten SPS-Programmierern ermöglichte die fristgerechte Umsetzung eines komplexen Projektumfangs.

Zusammenfassung

Das Projekt für MDC Power in Arnstadt bestätigt unsere Flexibilität bei der Umsetzung von Relocation- und Recommissioning-Aufgaben. Die Kombination von Know-how in älteren Systemen (S7-300) mit modernen Antrieben (S120) und IT-Systemen (PRISMA) ermöglichte die effiziente Wiederinbetriebnahme der modifizierten Maschinen für die Serienproduktion von Mercedes-Benz-Motorblöcken.

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Jakub Urbańczyk

stellvertretender Vorsitzender

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